•Dezember 25, 2009 • Kommentar schreiben

Ein letzter Grammy für MJ.

•Dezember 12, 2009 • Kommentar schreiben

aus: NZZ 11. 12. 2009

«Kommerziell erfolgreichster und einflussreichster Entertainer aller Zeiten»

Nach dreizehn Grammys zu Lebzeiten bekommt Poplegende Michael Jackson jetzt posthum einen weiteren der begehrten US-Musikpreise, diesmal für sein Lebenswerk. Jackson sei einer der kommerziell erfolgreichsten und einflussreichsten Entertainer aller Zeiten gewesen, begründete die Jury am Donnerstag ihren Entscheid.

(sda/dpa) «Jacksons unglaublicher Tanzstil, sein einzigartiger Sound, seine unverwechselbare Stimme haben zahlreiche Künstler inspiriert und kulturelle, ethnische und Generationen-Grenzen überwunden» erklärte die Jury weiter.

David Nordahl, Maler

•Dezember 9, 2009 • Kommentar schreiben

aus: BZ, 08. Dezember 2009 20.50 Uhr,

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King of Kitsch

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Eine göttergleiche Gestalt, im Stile von Michelangelos David. Verhüllt nur mit einem Lendenschurz, umgeben von einer Schar kindlicher Engel. Kein Spätwerk der Hochrenaissance, sondern ein Porträt von Michael Jackson (gest. 50) von 1999. Auftraggeber: Der „King of Pop“ höchstpersönlich.

Dreieinhalb mal zwei Meter misst das Ölgemälde mit dem schlichten Titel „Michael“, das nur eines von Hunderten von Bildern ist, die US-Künstler David Nordahl (68) für Jackson anfertigte. Alle ähnlich kitschig-idealistisch. Darunter viele überlebensgroße Porträts, die den „King of Pop“ als König Arthur, als Superhelden oder als Engel zeigen. Viele der Bilder sind jetzt zum ersten Mal in dem Buch „The Official Michael Jackson Opus“ zu sehen. Nordahl war von 1988 bis 2005 Jackos Haus- und Hofmaler und ein guter Freund. Bis zu 100 000 Euro kassierte er für die großen Porträts, die die Wände der Neverland-Ranch schmückten. Jackos Highlight: „Michael“. „Er fand es großartig, besonders wegen des ironischen Untertones“, weiß Nordahl. Die Zukunft der Bilder ist noch ungewiss. Eventuell soll die Kitsch-Galerie mit weiteren Jacko-Hinterlassenschaften durch die Welt touren. Nordahl würde sich wünschen, dass sie in einem Museum einen neuen Platz finden würden. So hätte Michael es gewollt.


Evan Chandler begeht Selbstmord.

•November 19, 2009 • Kommentar schreiben

aus: Welt.online

Michael Jacksons ärgster Gegner ist tot

Von Katja Mitic, 19. November 2009, 09:34 Uhr

Noch einmal sorgt Evan Chandler für Schlagzeilen – der Mann, der Michael Jackson in den 90ern für den Missbrauch seines Sohnes anklagte. Damals ließ er die Klage nach einer Millionenabfindung fallen und stand wegen Profitgier in der Kritik. Fünf Monate nach Jacksons Tod beging er nun Selbstmord.

Mit den Missbrauchsvorwürfen von Jordan Chandler fing der Karriereverfall des „King of Pop“ an. Bis 1993 galt Michael Jackson als unantastbare Ikone des Musikgeschäfts und Wohltäter der Kinder. Dann beschuldigte der Zahnarzt Evan Chandler Jackson, seinem damals zwölfjährigen Sohn missbraucht zu haben. Chandler ging vor Gericht.

ordan berichtete ausführlich, welche sexuellen Handlungen Jackson angeblich an ihm ausgeführt hatte. Chandler demütigte den Star mit seinen Beschuldigungen in der gesamten Weltpresse: Unter anderem zeichnete der Junge damals beim Polizeiverhör das Geschlechtsteil des Musikers, Jackson wurde im Gegenzug gezwungen, vor den Beamten die Hose runterzulassen.Nun hat sich Jacksons ärgster Gegner selbst getötet. Die Polizei schließt Fremdverschulden aus, wie die britische Zeitung „Sun“ berichtet. „Wir halten es für Selbstmord“, zitiert die „Sun“. „Er hat ein einziges Einschussloch an der Seite seines Kopfes“. Die „New York Post“ berichtet, Chandler habe die Waffe noch in der Hand gehalten, als ein Empfangsmitarbeiter ihn bereits am 5. November im Bett seines Luxus-Appartements in New Jersey fand. Inzwischen sei der 65-Jährige nach unzähligen Gesichtsoperationen kaum noch wieder zu erkennen gewesen. Angeblich wollte Chandler sich so vor Attacken wütender Fans schützen. „Er hat keinen Abschiedsbrief hinterlassen. Die Beamten fanden viele Medikamente, die auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen“, zitiert die „Sun“ den Polizisten weiter. Offenbar war er ein Krebspatient.

Nun da beide tot sind – Chandler und Jackson – stellt sich die Frage, ob endlich die Wahrheit ans Licht kommt, was damals wirklich passiert ist: Denn der Missbrauchsprozess wurde damals abrupt gestoppt – im Gegenzug für eine Abfindung in Höhe von 23 Millionen Dollar an die Familie. Daraufhin hieß es, der Mediziner habe aus dem Schicksal seines Sohnes bloß Kapital schlagen wollen und die Geschichte erfunden, nachdem sein Sohn 16 Monate auf der Ranch des Stars gelebt hatte. Zumal auch noch ein Buch des chilenischen Journalisten Víctor Gutiérrez zum Fall erschien – Titel: „Michael Jackson was my Lover“. Ebenfalls wurden Berichte veröffentlicht, wie Chandler das Geld seines Sohnes, das eigentlich in einen Fonds fließen sollte, verprasste.

Jacksons Anwälte hielten die Abfindung für ein falsches Zeichen, eine Art Schuldeingeständnis. Auch der „King of Pop“ gestand sich später diesen Fehler ein, doch die schnelle Einstellung des Verfahrens war damals wichtiger. Der Werbevertrag mit Pepsi ging bereits verloren, seine „Dangerous World Tour“ in Asien war wegen der Anklage abgebrochen worden und seine „Heal the World“-Stiftung erweckte den Eindruck als sei sie die geschickte Tarnung eines Pädophilen. Jackson warf Chandler zwar noch Erpressung vor, aber juristische Konsequenzen hatte das nie.

Nun liegt es an Jordan, den Fall aufzuklären. Inzwischen soll sich der heute 29-Jährige von seinen Eltern distanziert haben und in New York unter falschem Namen leben. US-Medien berichten, dass er gegen den Vater sogar eine einstweilige Verfügung erwirkt haben soll. Dieser soll versucht haben, Filmverträge für Drehbücher abzuschließen – angeblich mit einem Unternehmen Michael Jacksons.

Der „King of Pop“, der am 25. Juni nach einem tödlichen Medikamentencocktail an Herzversagen gestorben ist, hatte zu Lebezeiten immer den Missbrauch bestritten. 2003 waren erneut Vorwürfe gegen ihn aufgekommen. In einem Prozess wurde er jedoch freigesprochen.

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Nota. Von Krebs weiß nur die Welt zu berichten. The Sun, die immer das Gras wachsen hört, spricht von Depressionen. J. E.

Wenn mich einer fragt…

•November 12, 2009 • 1 Kommentar

…was ich von Dr. Arnie Klein halte, sage ich: Einen Gebrauchtwagen würde ich von dem nicht kaufen.

Dr_Arnold_Klein_580e

Wer in der Kindheit keine Freunde hatte, wird als Erwachsener keine gute Hand bei der Auswahl haben -  leider.

Remember.

•November 9, 2009 • Kommentar schreiben

Das große Idol als Illusion

•November 4, 2009 • Kommentar schreiben
aus: Stuttgarter Zeitung, 4. 11. 09


Stuttgart – Michael Jackson hat der Welt ein reiches Erbe hinterlassen. Die Gesten und Schritte, das Outfit, die Stimme, die Songs des früh verstorbenen Superstars – jeder erkennt diese Markenzeichen auf Anhieb. Jackson war zeitlebens weit mehr Ikone als Person, der Mensch Jackson löste sich nahezu vollständig auf in seiner Inszenierung, die Brüche, die sichtbar wurden, sorgten nicht selten für Bestürzung.
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Seine Fans wollen ihn in bester Erinnerung behalten – und erhielten dazu am Dienstagabend in der Stuttgarter Porsche-Arena überzeugende Gelegenheit. Dort war die Bühnenfigur Michael Jackson zu Gast – „King of Pop“ heißt die Live-Show, die so nah am Original ist, dass sie, glaubt man den Gerüchten, selbst Dieter Bohlen überzeugte.

Dieser „Tribute to Michael Jackson“ zeigt die glänzende Seite des Idols in all ihrer Pracht, die außerordentliche Energie, den unverwechselbaren Stil, für den Michael Jackson bekannt war, seine Kostüme, seine Choreografien. Allerdings: Kopiert voller Hingabe, mit Tänzern, die teils mit Jackson selbst auf der Bühne standen, mit einer Band, die die Songs mit bravouröser Schärfe spielt, lockte der wieder auferstandene Jackson dennoch keine wirklich große Zuschauermenge an. 2000 Fans kamen in die Porsche-Arena – für mehr als doppelt so viele wäre Platz gewesen.

Bei jenen, die gekommen waren, handelte es sich jedoch zweifelsfrei um begeisterte Verehrer Jacksons – dieses Publikum blieb nicht auf den Stühlen, dieses Publikum sprang auf und klatschte den Rhythmus zu den großen Songs, von denen natürlich keiner fehlte, im Programm: „I wanna be starting something“, früh am Abend, nach einem Jam der Band, „Another part of me“ dann „Smooth Criminal“.

Giuseppe Ruisi wechselt sich während der Tournee der Jackson-Show ab mit Earnest Valentino. In Stuttgart ist es Ruisi, der in die Rolle Jackos schlüpft – die schwarzen Locken fallen ihm ins bleiche Gesicht, das blaue, offene Hemd flattert um den Körper, der sich in den nächsten präzise kalkulierten Tanzschritt wirft, ein zitterndes Bein, voller Spannung, ein Zeigefinger, der nervös in die Luft sticht, hinaus ins Publikum. Guiseppe – oder ist es Michael? – steht am Rand der Bühne, stößt die hellen, kurzen Jackson-Schreie aus, tanzt, jeder Muskel an ihm ist in rhythmischer Bewegung. Auf der Leinwand hinter ihm flackert eine einsame Kerze vor einem Himmel voller Sterne.

Zu Ruisis Begleitern gehört die Thriller Band, seit 2003 auf Tournee und bekannt als erste Jackson-Cover-Band der Welt – Studiomusiker, die alle bereits mit großen Interpreten der schwarzen Musik spielten und die nun die Musik des größten aller Motown-Stars wieder frisch auf die Bühne bringen. Die Illusion ist in der Tat perfekt, die Hommage vollkommen.

Anderthalb Stunden dauert der Traum. Die Fans lieben Michael Jacksons unsterbliches Bild, das Bild liebt sie zurück und ruft es ihnen zu: „Heal the World“ heißt die Zugabe.

Thomas Morawitzky

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Also ich kann mir nicht helfen – ich finde, man sieht schon auf den Fotos, dass es ein Imitator ist und nicht der Echte. Wie’s auf der Bühne wirkt, will ich schon gar nicht mehr wissen…

Jackson-Film Nr. 1 in USA: Spielzeit verlängert

•November 2, 2009 • Kommentar schreiben

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aus: ZEITonline, 2. 11. 09

New York (dpa) – Der Michael-Jackson-Film «This Is It» hat in den ersten fünf Tagen weltweit mehr als 100 Millionen Dollar eingespielt. Die 60 Millionen Dollar, die der Sony-Konzern für den Ankauf der Dokumentarmaterials gezahlt hat, sind damit bereits locker wieder hereingekommen. Das Studio kündigte an, die ursprünglich auf zwei Wochen begrenzte Spielzeit zu verlängern. In den USA soll der Film bis Thanksgiving Ende November laufen. Im Ausland sind unterschiedliche Verlängerungen geplant.

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Nein, hätten Sie das für möglich gehalten?! Da haben sie doch tatsächlich die Spielzeit verlängert; owohl sie uns vorher versichert haben: nur vierzehn Tage, this is it!

Mit MJ erlebt man doch immer noch alle Tage eine Überraschung…

Der Verriss der London Times.

•Oktober 31, 2009 • Kommentar schreiben

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aus: Times, 29. 10. 09

As a corporate act of damage limitation, the Michael Jackson concert film This Is It is appropriately engineered as an occasionally inspired but mostly neutral movie-going experience.

Here Jackson’s concert promoters AEG Live, denied an expected $450 million (£275.6 million) payday from the tour that never happened, have joined forces with Sony Pictures (who threw $60 million at the project), and selflessly cobbled together some rehearsal footage from earlier this year to produce, according to the marketing honchos, both a testament to Jackson’s talents and a heart-stirring gift for ‘the fans’.

The results, contrary to the recent slightly overzealous Twitter from Elizabeth Taylor (“the single most brilliant piece of filmmaking I have ever seen”), are middling.

Which is not to say that the singer’s genius is ever in doubt. From the start, as we ease into the format of Jackson rehearsing on stage at the Staples Centre in LA, shot mostly from two different cameras – one crisp, one fuzzy – we are continually reminded of his sheer artistic legacy.

Songs from across the eras, from Wanna Be Starting Something through to They Don’t Really Care About Us, burst to life with a wanton percussive energy. While even when standing still Jackson has the charismatic mien of an instinctive dancer, one whose body posture suggests that a rhythmic leg-twist, a head-nod, or a hip-flick is only seconds away.

For this alone the movie will be worth it for some devotees who, like the dance troupe and backing band interviewed in the film’s interstitial bites, will be happy simply to witness Jackson in action with such intimacy.

And yet, concert movies are strange beasts to master. Recent efforts, such as The Rolling Stones’ Shine a Light or The Jonas Brothers’ 3D Concert Experience, have strained to bridge that odd emotional disconnect created by transforming a spontaneous live event into a safely packaged 90-minute movie.

With This Is It the crisis is even more pronounced – there is no cheering audience and no rapport, while Jackson himself, claiming to be preserving his vocal cords, occasionally avoids singing altogether.

Director Kenny Ortega, a lifelong Jackson collaborator, gamely overcomes these limitations in the first half of the movie, regularly jamming in special effects footage and dance rehearsals into the obvious on-stage lacunae (one sequence includes footage of Jackson interacting with Rita Hayworth and Humphrey Bogart in a package prepared for the show’s Smooth Criminal routine).

But by the second half, the lag begins to set in, and Jackson paces through versions of Billy Jean and Beat It that might, in a genuine concert, have been highlights.

In these scenes, unprotected by fast cutaways or the dizzying whirl of a dance routine, Jackson is often exposed. Painfully thin and seemingly fragile, like a skeletal marionette, he speaks in strange rambling sentences – about love (“L-o-v-e,” he repeatedly spells) and environmentalism – which could be the sacred voice of his inner child or the results of heavy-duty doses of propofol. Either way, it’s a strange and ultimately underwhelming way to say goodbye to a troubled, talented performer.

Jackson-Fans im Wechselbad der Gefühle

•Oktober 31, 2009 • Kommentar schreiben

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aus: Die Welt, 29. 10. 09

Filmpremiere: „This Is It“ stürzt Jackson-Fans in Wechselbad der Gefühle


Von Soo Youn

Die Premiere des Films „This Is It“ über die Proben zu den geplanten Comeback-Konzerten von Michael Jackson hat weltweit tausende Menschen bewegt. Zahlreiche Prominente und Fans feierten in Kinosälen auf der ganzen Welt. Viele weinten, nachdem sie das dokumentarische Vermächtnis des „King of Pop“ gesehen hatten.

In langem Silbermantel haucht er den Refrain von „Human Nature“ ins Mikro, zu „The Way You Make Me Feel“ wirbelt er mit blauer Jacke über die Bühne. Immer wieder bricht er ab, beginnt erneut, will die Songs perfekt einstudieren. Der Film „This Is It“, der in der Nacht zu Mittwoch weltweit Premiere feierte, zeigt einen fitten, hart arbeitenden Michael Jackson bei den Proben für seine Comeback-Show. Tänzer und Background-Sänger geben ihr Bestes, um die Shows einzigartig und unvergesslich zu machen. Doch kurz vor dem geplanten Beginn der Konzertreihe starb die Pop-Ikone – die Fans können nun bei „This Is It“ ihr Idol noch einmal feiern und Abschied nehmen.

Euphorie, Liebe und grenzenlose Trauer – kaum ein Gefühl, das die Fans nach dem Film, der simultan in 18 Kinos auf fünf Kontinenten Premiere feierte, nicht verspüren. Manch einer kann es kaum in Worte fassen, schwankt zwischen Freude, dass es Jackson gab und Schmerz, dass er nicht mehr ist. „Er ist perfekt. Wie er tanzt, wie er singt, einfach Wahnsinn“, sagt ein Mann nach der Premiere in Paris mit einem Lächeln. „Wirklich, mir fehlen die Worte. Ich gehe jetzt tanzen und werde es ganz genauso machen.“ Ein anderer Fan mit weißem Hut weigert sich, in der Vergangenheitsform von seienm Idol zu sprechen. „Er hat es in seiner Seele. Und ich sage ’er hat’, denn so ein Künstler stirbt nie.“

Die zentrale Premierenfeier fand in Los Angeles im Nokia Theater im Beisein von Jacksons vier Brüdern statt. Vor den Augen hunderter Fans zogen Prominente wie die Will Smith, Jennifer Love Hewitt, Jennifer Lopez, Paula Abdul und Paris Hilton in den Kinosaal. Tänzer Shannon Holtzapffel, der bei den Proben zur „This Is It“-Show gemeinsam mit Jackson getanzt hatte, sah den Film mit gemischten Gefühlen. Er bezweifelt, dass es dem erklärten Perfektionisten Jackson gefallen hätte, dass seine Fans Rohmaterial der Shows statt der Endversion sehen. „Aber er wird trotzdem zu uns hinabschauen und lächeln.“

Auch Jacksons ehemaliger Manager Frank DiLeo kann die Aura des im Alter von 50 Jahren verstorbenen Sängers geradezu spüren. „Er ist glücklich. Man spürt, wie er hier durch die Luft wirbelt.“ DiLeo gestand, er habe den Film bisher dreimal gesehen und jedesmal geweint. „Aber heute Nacht weinen wir nicht, heute feiern wir Michael.“

Auch im Berliner Sony Center griffen die Fans beim Wiedersehen mit ihrem Star zum Taschentuch. „Wir sehen ihn in seiner gesamten Kraft. Er tanzt wie ein junger Gott. Er singt wie ein junger Gott“, sagt Schauspielerin Lisa Martinek. „Ich bin gerührt.“ Freilich überwiegt bei einigen das Bedauern, die bereits erstandenen Konzertkarten nun nicht mehr einlösen zu können. „Ich hätte die Show lieber live in London gesehen, mit einem lebendigen Michael“, gibt der stellvertretende „Bravo“-Chefredakteur Alex Gernandt zu.

„This Is It“ wurde zeitgleich in Kinos in Nordamerika, Südamerika, Europa, Afrika und Asien übertragen. Zahllose Fans gingen in London, Peking oder Paris in Kostümen ihres Idols ins Kino, vielen Premieren folgten spontane Tanzeinlagen auf der Straße. Ob nun Trauer oder Glück überwogen – einig waren sich die Fans rund um den Globus, dass die Konzerte unvergesslich geworden wären. „Das wäre ein Wahnsinnsspektakel geworden“, glaubt ein Fan in Paris. Ein anderer sagt wehmütig: „Er hatte noch so viel zu geben.“